Lippenherpes kann für Babys tödlich sein
90 Prozent aller Deutschen tragen Herpesviren in sich, rund 12 Millionen leiden regelmäßig unter den unangenehmen Lippenbläschen. Für Erwachsene ist dies "nur" lästig - für Neugeborene aber gefährlich.
R+V-Infocenter: Mit Herpesinfektion keine Neugeborenen küssen - Mundschutz tragen und Hände reinigen
Wiesbaden, 12. Juli 2004. 90 Prozent aller Deutschen tragen Herpesviren in sich, rund 12 Millionen leiden regelmäßig unter den unangenehmen Lippenbläschen. Für Erwachsene ist dies "nur" lästig - für Neugeborene aber gefährlich: Stecken Eltern oder Verwandte das Baby mit Herpes an, droht ihm im schlimmsten Fall eine Gehirnentzündung, die tödlich verlaufen kann. Darauf macht das Infocenter der
R+V Versicherung aufmerksam.
"In den ersten Lebensmonaten ist eine Herpesinfektion besonders bedrohlich, weil die Abwehrkräfte des Säuglings noch sehr schwach sind", sagt
Dr. Marko Ostendorf, Arzt des R+V-Infocenters. "Das Virus kann über die Blutbahn den gesamten Körper des Babys befallen und zu schwersten Organschäden oder einer Gehirnentzündung führen", warnt er.
Küssen verboten
Für Eltern und Verwandte bedeutet das: Wer unter Herpes leidet, sollte Neugeborene nicht küssen oder mit ihnen schmusen, bis die Lippenbläschen wieder verschwunden sind. Am besten tragen Erwachsene in dieser Zeit in der Nähe des Kindes einen Mundschutz.
Zudem sollten betroffene Eltern Hygiene groß schreiben und die Hände gründlich reinigen, auch vor dem Wickeln und Baden. Gläser, Besteck oder Handtücher zu teilen, ist ebenfalls tabu. Wer befürchtet, sein Kind habe sich angesteckt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. "Erste Anzeichen für eine Herpes-Infektion beim Säugling sind Bläschen auf der Haut, Rachen- und Augenentzündung sowie hohes Fieber", erläutert
Dr. Ostendorf.
Kontakt:
Infocenter der R+V Versicherung
Brigitte Römstedt
Telefon: 0611 533-4656
E-Mail:
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