Wiesbaden, 7. Juni 2004. Wer im Urlaub auf südlichen Märkten nach Souvenirs und Geschenken sucht, sollte bei bunten Keramikgefäßen vorsichtig sein. Besonders leuchtende Farben wie rot, gelb und orange werden vielerorts immer noch mit Blei und Kadmium angerührt, warnt das Infocenter der
R+V Versicherung. Dadurch sind die Farben kräftiger und halten länger. Säure von Orangensaft oder Salatdressing löst jedoch das Blei aus Bechern und Schalen - mit der Zeit führt das zu schweren Vergiftungen.
"Die Symptome treten nicht sofort auf. Aber trinkt man jeden Morgen seinen Tee mit Zitrone aus solch einer Tasse, gelangt immer wieder eine kleine Menge dieses Schwermetalls in den Körper und lagert sich in den Knochen ab", sagt Dr. Andreas Strob, Chemiker des
R+V-Infocenters. Nach einiger Zeit können dann die klassischen Symptome einer Bleivergiftung auftreten: Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Nervosität, Blutarmut bis hin zu Nierenschäden.
Das
R+V-Infocenter empfiehlt: Nur aus Töpferwaren essen und trinken, die ausdrücklich gekennzeichnet sind. Urlaubsmitbringsel im Zweifelsfall nur als Dekoration benutzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Bleigehalt von Keramikgefäßen zum Beispiel beim
TÜV testen lassen.
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