Wiesbaden, 14. Mai 2002. Kleinkinder sollten selbst bei kurzen Besorgungen nicht allein im Auto zurückgelassen werden, warnt das R+V-Infocenter für Sicherheit und Vorsorge. Dies gilt insbesondere bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, denn kleine Kinder reagieren wesentlich empfindlicher auf Hitze als Erwachsene.
Steht der Wagen in der Sonne, kann er sich schon in kurzer Zeit auf über 50 Grad Celsius aufheizen. Auch ein leicht geöffnetes Seitenfenster verschafft kaum Kühlung. "Manchmal genügt schon ein kurzer Abstecher in den Supermarkt, um das im Wagen zurückgelassene Kind ernsthaft zu gefährden", sagt Rita Jakli, Leiterin des
R+V-Infocenters. So können kleine Kinder schon nach 15 bis 20 Minuten einen Hitzschlag erleiden - abhängig vom Alter des Kindes, der Farbe des Autos, der Kleidung und der Stärke der Sonneneinstrahlung. Dabei gilt: Je jünger das Kind und je dunkler der Wagen, desto größer ist die Gefahr. Im schlimmsten Fall kann es bei den Kindern zu Erschöpfung, Sonnenstich, Bewusstseinsverlust oder Atemstillstand kommen. Zieht sich ein Kind auf diese Weise gesundheitliche Schäden zu, muss der verantwortliche Erwachsene mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, rät das
R+V-Infocenter: Wer ein allein in einem Fahrzeug sitzendes Kleinkind bemerkt, sollte zunächst einmal nach dem dazugehörigen Autofahrer Ausschau halten. Ist dieser nicht zu finden, empfiehlt es sich, die Polizei oder den Rettungsdienst zu informieren.
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