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Pressemitteilung

Geschäftsentwicklung der R+V Versicherung 2004 – vorläufige Zahlen
R+V stärkt 2004 ihre Marktposition mit zweistelligem Beitragswachstum

Leben und Komposit weit über Branchendurchschnitt gewachsen - 500.000 Neukunden - Vertriebsweg über Volksbanken und Raiffeisenbanken sorgte für Wachstumsschub - 2005 mit MetallRente gut gestartet
Wiesbaden, 03. März 2005. 2004 hat die R+V Versicherung Marktanteile gewonnen: Die inländischen R+V Erstversicherer wuchsen um 10,5 Prozent und übertrafen bei weitem den Branchendurchschnitt von drei Prozent. Dabei konnte R+V in allen Sparten kräftig zulegen: Die Lebens- und Pensionsversicherer steigerten die Beiträge um 12,2 Prozent, die Krankenversicherung fuhr mit 21 Prozent ein Rekordwachstum ein. Schaden-/Unfall erreichte ein Plus von acht Prozent. Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen der R+V-Versicherungsgruppe um 11,9 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Rund eine halbe Million Neukunden konnte R+V 2004 gewinnen – damit stieg die Zahl der Kunden auf über sechs Millionen. Der Wiesbadener Versicherer führt den Wachstumsschub auf den Vertrieb über die genossenschaftlichen Bankinstitute zurück. Das Jahr 2005 begann ebenfalls mit einer Erfolgsnachricht: Zum Jahresanfang gelang dem genossenschaftlichen Versicherer der Einstieg in die MetallRente, als zweitgrößter Partner im Versicherungskonsortium für die betriebliche Altersversorgung des Metall- und Elektrogewerbes.

"Unser Rekordjahr 2004 schließt an eine Reihe von Jahren an, in denen R+V immer stärker als der Markt gewachsen ist", zog R+V-Chef Dr. Jürgen Förterer Bilanz. "Die Quelle dieses Erfolgs liegt ganz klar in unserem Vertriebskonzept: Der Verkauf über die Volksbanken und Raiffeisenbanken läuft hervorragend." Das galt 2004 insbesondere für das Lebengeschäft - neun von zehn R+V-Lebensversicherungen wurden über den Bankschalter verkauft.

Verkaufsrekorde in der Lebens- und Pensionsversicherung

Damit erreichten die R+V Lebensversicherungen 2004 den zweitstärksten Zuwachs der Unternehmensgeschichte: Sie steigerten die Beiträge um 11,7 Prozent, die Pensionsversicherung sogar um knapp 40 Prozent – das bedeutet einen Marktanteil im Neugeschäft der Lebens- und Pensionsversicherung von 7,4 Prozent (2003: 5 Prozent). Insgesamt addierten sich die Beiträge auf 3,74 Milliarden Euro.

Schon in den ersten Monaten 2004 zeichnete sich eine überdurchschnittliche Steigerung ab. Als Folge des Alterseinkünftegesetzes, das im Sommer verabschiedet wurde, setzte ein regelrechter Run auf Lebensversicherungen ein. An Spitzentagen im Dezember zählte die R+V mehr als 20.000 neue Verträge.

Die gesamte Versicherungswirtschaft profitierte von den geänderten Bestimmungen. Viele Kunden haben im letzten Quartal 2004 im Hinblick auf das am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Alterseinkünftegesetz Kapital bildende Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen abgeschlossen, um die bisher geltenden steuerlichen Rahmenbedingungen zu nutzen. R+V ist es dabei gelungen sowohl bei den Einmalbeiträgen (+ 41 Prozent) als auch bei den laufenden Beiträgen (+ 91 Prozent) zu wachsen.

Besonders erfolgreich war auch die R+V Luxembourg mit ihren fondsgebundenen Versicherungen. Der Neugeschäftsbeitrag vervierfachte sich gegenüber dem Vorjahr auf 343 Millionen Euro. Allein 45.000 Verträge entfielen auf die im letzten Frühjahr eingeführte VR-MaxiVorsorge, eine fondsgebundene Rentenversicherung mit Garantie.

Auch die betriebliche Altersversorgung (bAV) der R+V hat 2004 kräftig zugelegt: Der Neubeitrag erreichte 141 Millionen Euro (+25 Prozent), das entspricht einer Steigerung der Vertragszahl von 57 Prozent. Hauptwachstumsträger waren die Direktversicherung und Pensionskasse. Insgesamt stieg der Bestandsbeitrag in der bAV um 18 Prozent.

R+V Krankenversicherung: Höhenflug fortgesetzt

Trotz der anhaltenden Diskussion um grundlegende Reformen in der Krankenversicherung konnte die R+V Kranken nach 2003 zum zweiten Mal ein Beitragswachstum von 21 Prozent erreichen. Absolut stiegen die Beiträge um mehr als 23 Millionen Euro – so viel wie nie zuvor. Die Zahl der Versicherten wuchs um rund ein Drittel.

Gefragt waren vor allem die Zusatzversicherungen, die die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse ergänzen: Sie steigerten sich um 37 Prozent oder 11,3 Millionen Euro. Aber auch die Krankenvollversicherung legte mit über 17 Prozent und 11,5 Millionen Euro ebenfalls kräftig zu. "Das Votum der Bürger ist eindeutig: Wer irgendwie kann, versichert sich privat", erklärte Dr. Förterer das Rekordwachstum. "Viele Mitglieder der gesetzlichen Kassen greifen deshalb zu privaten Zusatzversicherungen."

Schaden/Unfall: Bei wenig Schäden kräftig gewachsen

Erfolgreich verlief das vergangene Geschäftsjahr auch für die R+V Schaden/Unfallversicherer mit einem Plus von acht Prozent. Die Beiträge im Bestand überschritten die Drei-Milliarden-Grenze. Die Gründe für das Wachstum liegen vor allem in marktfähigen Produkten und Sanierungsmaßnahmen im Firmenkundenbereich. Dabei trugen alle Sparten gleichermaßen zum herausragenden Wachstum bei. Ein relativ ruhiges Schadenjahr ließ die Schadenquote auf niedrigem Niveau verharren. Die kombinierte Kosten-Schadenquote wird 2004 wieder unter 100 Prozent liegen.

Vor allem die Kfz-Versicherung als größte Sparte im Kompositbereich hat 2004 kräftig Gas gegeben: mit einem beeindruckenden Plus von 8,6 Prozent. Den Schub lieferte vor allem das Privatkundengeschäft. Bereits Mitte 2003 hat R+V neue Scoring-Tarife eingeführt, die sich als sehr erfolgreich erwiesen. Große Zuwächse erzielten die zur R+V gehörenden KRAVAG-Gesellschaften durch die Zusammenarbeit mit Straßenverkehrsgenossenschaften, ADAC und Maklern.

Weitere Highlights im Kompositgeschäft: Mit sieben Prozent konnte die R+V Unfallversicherung ihr Wachstum kontinuierlich weiter steigern. Die R+V-PrivatPolice, in der die wichtigsten Sachversicherungen für Privatkunden gebündelt sind, sorgte gleich in mehreren Sparten für den Aufwärtstrend: Plus 7,5 Prozent in der verbundenen Hausratversicherung und sieben Prozent in der Rechtschutzversicherung. Mit erfolgreichen Vertriebsaktionen in der Wohngebäudeversicherung konnte R+V um mehr als 13 Prozent wachsen.

Um 13 Prozent legte auch die Kredit- und Kautionsversicherung zu - begünstigt durch den steigenden Bedarf der Firmen, Forderungsausfälle abzusichern. Die Haftpflichtversicherung steigerte ihre Beiträge um 6,5 Prozent hauptsächlich durch Sanierungen im Firmenkundengeschäft.

Rückversicherung mit Sondereffekt

Das in der R+V Versicherung AG gezeichnete Rückversicherungsgeschäft wuchs in 2004 um fast 25 Prozent auf 1.205 Millionen Euro, da in die Bilanz dieser Gesellschaft die Prämien von zwei Abrechnungsjahren einfließen. Der Hintergrund: R+V hat in Vorbereitung auf die Anforderungen von Solvency II die bislang vorgenommene zeitversetzte Bilanzierung im Schaden/Unfall Fremdgeschäft aufgegeben.

Ausblick 2005: Herausforderungen im Personenversicherungsgeschäft

In das neue Geschäftsjahr ist R+V gut gestartet. "Die Rekordwerte von 2004 werden wir sicher nicht wieder erreichen können", sagte Dr. Förterer. "Dennoch bin ich optimistisch, dass wir auch 2005 wieder marktüberdurchschnittlich wachsen werden." Die größte Herausforderung sieht Dr. Förterer im Personenversicherungsgeschäft, da hier künftig die Schwerpunkte in der privaten Rentenversicherung und der betrieblichen Altersversorgung liegen.

Beitragsentwicklung   2004 (vorl.)
Mio. Euro 
2003
Mio. Euro 
Veränderung
in Prozent 
Gesamt Gruppe Inland + Ausland  8.305  7.420  11,9 
Erstversicherer (Inland)  6.939  6.282  10,5 
davon:       
Leben  3.654  3.270  11,7 
Pensionsversicherung  85  61  39,2 
Leben incl. Pension  3.739  3.331  12,2 
Krankenversicherung   129  106  21,1 
Schaden-/Unfallversicherung  3.071  2.844  8,0 
Ausgewählte Versicherungssparten Schaden-/Unfallversicherung       
Unfallversicherung   418  391  7,0 
Kraftfahrtversicherung  1.398  1.287  8,6 
Haftpflichtversicherung  318  299  6,5 
Verbundene Wohngebäudeversicherung  147  129  13,4 
Verbundene Hausratversicherung  77  72  7,5 
Kredit- und Kautionsversicherung  121  107  13,1 
Rechtsschutzversicherung  83  77  7,1 
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