Wiesbaden, 5. Juni 2002. "Für das Geschäftsjahr 2002 erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Beitragsentwicklung im Leben- und Kompositgeschäft. Darüber hinaus rechnen wir im weiteren Jahresverlauf mit einer steigenden Nachfrage nach unseren privaten Altersvorsorgeprodukten und einem wachsenden Anteil der betrieblichen Altersversorgung am Gesamtgeschäft. Da wir außerdem von weiter rückläufigen Kostensätzen ausgehen, können wir für das Gesamtjahr optimistisch sein", sagte
Dr. Jürgen Förterer, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung
AG, anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 5. Juni 2002 in Wiesbaden. In den ersten vier Monaten dieses Jahres erzielte die R+V Versicherungsgruppe in der Erstversicherung einen Beitragszuwachs von 5,1 %.
Beiträge im Lebengeschäft in den ersten vier Monaten 2002 überdurchschnittlich gewachsen
Die R+V Lebensversicherungen - R+V Lebensversicherung
AG, R+V Lebensversicherung
a. G., R+V Luxembourg Lebensversicherung
S.A. und KRAVAG-LEBEN Versicherungs-
AG - konnten im Neugeschäft bis einschließlich April 2002 sowohl bei den laufenden Beiträgen (+7,1 %) als auch bei den Einmalbeiträgen (+12,7 %) deutlich zulegen. Wachstumsträger waren sowohl die Kapital- und Risikoversicherungen als auch die Rentenversicherungen. Enttäuschend verlief mit 40.000 policierten Verträgen im bisherigen Jahresverlauf das Neugeschäft in der privaten "Riester-geförderten" Altersversorgung. Wie in der gesamten Branche folgen viele Verbraucher den Warnungen vor zu frühzeitigen Abschlüssen und warten auf die Angebote im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Die gebuchten Bruttobeiträge der R+V Lebensversicherungen wiesen in den ersten vier Monaten 2002 einen über dem Markt liegenden Zuwachs von 5,7 % auf (Branche: +5,0 %). Dabei stiegen die laufenden Beiträge um 4,9 % und die Einmalbeiträge um 11,5 %.
Die R+V Krankenversicherung AG verzeichnete insbesondere durch den Markteintritt über die Genossenschaftsbanken in Süddeutschland einen starken Zuwachs bei den laufenden Neugeschäftsbeiträgen von 24,1 %. Die gebuchten Beiträge legten um 13,3 % zu.
Kraftfahrt- und Haftpflichtversicherung: Wachstumsträger im Kompositgeschäft
Das inländische Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft wuchs in den ersten vier Monaten 2002 um 4,7 % und wies damit eine nur leicht unter dem Vorjahr liegende Wachstumsrate (5,0 %) auf. Zur weiterhin positiven Entwicklung trug erneut die Kraftfahrtversicherung als größte Kompositsparte mit einem deutlichen Beitragsanstieg von 7,3 % bei. Hier wirkten sich vor allem die zum Jahreswechsel realisierten bestandswirksamen Tarifanpassungen aus. Erfreulich entwickelte sich mit einem Beitragszuwachs von 5,1 % auch die Haftpflichtversicherung. Hauptträger dieser Entwicklung waren die Vermögensschadenhaftpflicht- und die Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung. Die Sachversicherung erhöhte ihre Beitragseinnahmen um 3,8 %, die sie hauptsächlich starken Zuwächsen in der Kreditversicherung und bei den Technischen Versicherungen verdankt. Die R+V-Unfallversicherung konnte sich im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich erholen und wies für die ersten vier Monate 2002 eine Beitragszunahme von 1,8 % auf, wozu besonders die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr beitrug.
Beitragsvolumen 2001 im Konzern um 6,4 % gesteigert
In einem für die Versicherungswirtschaft schwierigen Geschäftsjahr verzeichnete die R+V Versicherungsgruppe einen Beitragszuwachs von 4,9 % auf 6,5 Milliarden Euro. Damit konnte sie ihre Wettbewerbsposition insgesamt deutlich stärken und insbesondere im Schaden- und Unfallbereich und in der Krankenversicherung Marktanteile hinzugewinnen. Im R+V Konzern - R+V Versicherungsgruppe ohne die Versicherungsvereine - wurde ein Beitragsvolumen von 6,3
Mrd. Euro erzielt, 6,4 % mehr als im Vorjahr. Hiervon entfielen 3,0
Mrd. Euro (+1,1 %) auf das selbstabgeschlossene Leben- und Krankenversicherungsgeschäft. Die unterdurchschnittliche Entwicklung in diesem Bereich resultierte vor allem aus Rückgängen im Einmalbeitragsgeschäft. Das Beitragsvolumen im selbstabgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft erhöhte sich 2001 um 9,6 % auf 2,7
Mrd. Euro. Ohne die erstmals in den Konzern integrierte KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG belief sich der Zuwachs im Kompositgeschäft auf 4,7 %. Besonders stark entwickelten sich die Kraftfahrt- und die Kreditversicherung. Auf 617
Mio. Euro stiegen die Beitragseinnahmen in der übernommenen Rückversicherung (+22,9 %).
Konzernjahresüberschuss 2001 weiter auf 69 Mio. Euro gesteigert
Die gesamten im R+V Konzern verwalteten Kapitalanlagen beliefen sich zum Jahresende auf 31,4
Mrd. Euro (+8,3 %). Dank einer ausgewogenen Kapitalanlagestrategie belasteten die negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten die Ertragslage nicht so stark wie die der Branche. Die für den R+V Konzern ausgewiesene Mitarbeiterzahl von 10.748 lag auch aufgrund des geänderten Konsolidierungskreises im Zusammenhang mit der Einbeziehung in den
DZ Bank-Konzern deutlich unter dem Vorjahreswert (11.882). Effektiv verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter im R+V Konzern um rund 300 (R+V Gruppe: -315). Der Beschäftigtenrückgang, der den Innen- und Außendienst betraf, erfolgte durch natürliche Fluktuation sowie Vorruhestands- und Altersteilzeitregelungen. Gründe für die geringere Mitarbeiterzahl waren vor allem die weitere Optimierung der Verwaltung und die Neustrukturierung des Vertriebs. Der Konzern-Jahresüberschuss erhöhte sich von 64
Mio. Euro im Vorjahr auf 69
Mio. Euro (+7,8%).
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