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Pressemitteilung

R+V Versicherung vergibt erstmals Kunstpreis für Neue Medien

Drei Videoinstallationen ausgezeichnet
Wiesbaden, 22. Februar 2002. Der Sonderpreis "Kunstfenster Neue Medien" der R+V Versicherung wird bei der heutigen Preisverleihung des Kunstpreises der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken erstmals vergeben. In den Kunst-Werken Berlin überreicht Rita Jakli, Pressesprecherin der R+V Versicherung, vier Künstlern Schecks im Wert von insgesamt 15.000 Euro. Die Preisträger wurden aus über 60 Einsendungen ausgewählt. Die Arbeiten setzen sich originell und kreativ mit dem Thema "Mensch - Gemeinschaft - Sicherheit" auseinander.

Künstler interpretieren Thema sehr unterschiedlich

Den ersten Preis erhält das Kölner Künstlerpaar Dagmar Keller (29) und Martin Wittwer (32) für die gemeinsam erstellte Videoinstallation "Say Hello to Peace and Tranquility". Jurymitglied Professor Jeffrey Shaw, Leiter des Instituts für Bildmedien am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, beschreibt die Arbeit in seiner Laudatio: "In diesem Video verschmelzen Fotografien realer Raumsituationen und Modellaufnahmen miteinander: Gleichmäßig gleitet die Idylle einer Wohnanlage im Grünen vorbei, wobei der Betrachter sich fragt, ob er eine wirkliche Siedlung sieht oder etwas Synthetisches".

Für seinen Filmbeitrag "Oberfläche" erhielt der in Leipzig geborene Maix Mayer den zweiten Preis. Mit einer einzigen Kameraeinstellung blickt er von unten durch eine Glasscheibe und beobachtet die Schritte zufälliger Passanten, die wie ein gemeinsamer Tanz wirken.

Träger des dritten Preises ist der gebürtige Münchner Philipp Lachenmann (39) mit seiner Videoarbeit "Scenic Views II". Der Betrachter erlebt durch computergesteuerte Eingriffe irritierende Ansichten des japanischen Bergs Fudschijama.

Laut Shaw sind die preisgekrönten Werke konzeptionell, technisch und ästhetisch besonders gelungen. Sie überzeugen den Betrachter durch ihre künstlerische Reife. Dabei haben es die Künstler verstanden, die komplizierte Technik nicht in den Vordergrund treten zu lassen, sondern sie in den Dienst des Werkes zu stellen.

R+V Versicherung fördert zukunftsweisende Kunst

Kunstwerke mit Neuen Medien zu erstellen, hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Mit ihrer Auszeichnung will die R+V Versicherung diese Entwicklung fördern. Pressesprecherin Rita Jakli: "Auch auf dem Gebiet der Kunst wollen wir zukunftsweisende Werke honorieren und haben uns deshalb für den Bereich der Neuen Medien entschieden." Zugleich wird der Anspruch des Kunstpreises der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, einen Querschnitt durch die Gegenwartskunst zu präsentieren, um eine wichtige Facette erweitert.
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