RSI-Syndrom

Die einseitige Belastung in Kombination mit ergonomischen und psychischen Faktoren kann zu Sehnenscheidenentzündungen, Kraftverlust, "Überbein" sowie Bewegungs- und Ruheschmerzen führen. Daraus kann sich das RSI-Syndrom (englisch: Repetitive Strain Injury) entwickeln. RSI ist der Sammelbegriff für schmerzhafte Erkrankungen in Hand und Unterarm, die sich aus der zigfachen Wiederholung einer einseitigen Bewegung ergeben können. In extremen Fällen wird schon das Halten einer Tasse Kaffee zur Qual.

Wie viele Menschen in Deutschland an RSI erkrankt sind, wird statistisch nicht erfasst. Doch die RSI-Risikogruppe - Bildschirmarbeitskräfte mit vorübergehenden Schmerzsymptomen in Armen und Händen - ist groß. Laut einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin klagt jeder vierte, der seinen Arbeitsplatz vor dem Bildschirm hat, über Schmerzen in Händen, Armen und Beinen. Professor Dr. Hardo Sorgatz, RSI-Experte an der Technischen Universität in Darmstadt, bestätigt: "Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass in manchen Büros und Redaktionen über 25 Prozent der Mitarbeiter zumindest zeitweise betroffen sind. Erhebungen in den USA, England und Australien sprechen sogar von über 35 Prozent".

Quelle: R+V-Infocenter für Sicherheit und Vorsorge